So sieht gut gemachtes Native Advertising in Zukunft aus – Jens Nagel Palomino, Publicis Media

Jens Nagel-Palomino ist Chief Content Officer bei Publicis Media in Deutschland, dem strategischen Dach der zur Publicis Groupe gehörenden Media- und Digitalagenturen. Insgesamt ist er seit über zwanzig Jahren im Network der Media- und Innovationsagenturen der Publicis Groupe tätig.

Seit 2013 verantwortet er zusätzlich als CEO die Agenturen Performics und Newcast. Diese beschäftigen insgesamt über 400 Personen an fünf Standorten in Deutschland. Bereits 2014 etablierte die Gruppe unter der Leitung von Jens Nagel-Palomino Native Advertising als Thema der Publicis Media. Das eigens entwickelte Produkt COD – Content on Demand – ist dabei die Speerspitze eines breiten Portfolios, das den werbungtreibenden Unternehmen seitdem die Chancen des Content Marketings eröffnet. Aufmerksamkeit erregte Jens Nagel-Palomino im vergangenen Jahr in der Branche durch die überspitzte Aussage „Content kann jeder“ in einem Interview mit Horizont.

Im Gespräch erklärt er, welche Vorteile Native Ads für klassische Awareness-Kampagnen haben und welche Ziele im Content Marketing mit Native Advertising erreicht werden können. Außerdem erklärt er, was sich ändern muss, damit der Erfolg des Werbeformats auch in Zukunft garantiert ist.

Welche Vorteile hat Native Advertising gegenüber Display Advertising?

Gut gemachtes NA hat in mehreren Bereichen deutliche Vorteile gegenüber klassischen Display Anzeigen. Zu allererst sind sie nicht so nervig, da sie nicht so schrill, flackernd und störend platziert sind. Ganz im Gegenteil. Wenn die Inhalte stimmig zum Umfeld sind, bescheinigen die Leser ihnen sogar einen klaren Mehrwert. Da die meisten NA zudem eine deutlich längere Verweildauer und damit ein deutlich stärkeres Involvement haben als klassische Anzeigen, sind sie die perfekte Ergänzung, um klassische Awareness Kampagnen zu verlängern und zu vertiefen. Und zu guter Letzt sind sie technisch bezüglich Ad Blocker und Co den Display Anzeigen auch überlegen.

Wie wird sich Native Advertising in Zukunft in Deutschland entwickeln?

Sehr positiv, sofern man sich auf ein konkretes Regelwerk bezüglich der Kennzeichnung einigt und man Redaktion klar von Advertising trennt. Hat man diese Grundvoraussetzung erfüllt, gilt es auch den Bereich an sich besser zu definieren. Es gibt aktuell zu viele Formate, die sich NA nennen aber leider nur schlecht gemachte Bild-Text Kombinationen sind. Für mich steckt hinter NA ein klarer Qualitätsanspruch sowohl in Form und Inhalt, Platzierung und Kennzeichnung. Da sollte für Trittbrettfahrer kein Platz sein.

Welche Ziele im Content Marketing können am besten mit Native Advertising erreicht werden?

Zum einen eignet sich NA bestens, um bereits  bestehende Content Formate zu befeuern. Gerade die oft teuer erstellten Content Hubs erzielen ihre ganze Power häufig erst durch den Einsatz von NA. Aber auch bei neuen Kampagneninhalten, die mit komplexeren und anspruchsvolleren Inhalten arbeiten, bietet NA die perfekte Mechanik, um Kampagnenziele wie Dwell Time, Engagement Rate und Conversion-Rate zu verbessern.

 

Auf dem Native Ads Camp diskutiert Jens Nagel-Palomino in einer Podiumsdiskussion zusammen mit Johannes Ceh, Coskun Tuna, Karsten Krämer und Arne Cordes zum Thema: Native Advertising der Zukunft

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