Wie sich Native Ads im redaktionellen Umfeld behaupten können, Arne Henkes, Ströer Content Group

Arne Henkes ist Director Content bei der Ströer Content Group, zu der Publisher wie t-online.de, Giga.de, Kino.de, Erdbeerlounge.de, das Influencer-Netzwerk TubeOne und seit April 2018 auch das Generation-Mobile-Portal watson.de gehören. Mit ihren Angeboten erreicht die Ströer Content Group zurzeit monatlich mehr als 34 Millionen Unique User, die mehr als 4,5 Milliarden Page Impressions und weit über 655 Millionen Video Views generieren. Henkes war für den Neuaufbau des t-online.de-Newsrooms in Berlin und die strategische Neuausrichtung verantwortlich und leitete bis September 2017 das Portal als Chefredakteur.

 

Für welche Kampagnenziele wird Native Advertising bei der Ströer Content Group aktuell eingesetzt?

Native Advertising eignet sich für zwei Arten von Produkten und Dienstleistungen. Einerseits ist es das Mittel der Wahl, wenn das positive Brand-Image der Plattform (z.B. watson.de) auf die Marke abstrahlen soll. Wenn man z.B. ein Listicle zu „27 Dinge, die man im Museum erleben kann“ macht und einen Kunden dort als Sponsoring Partner integriert, erzielt man diesen Abstrahleffekt.

Zum anderen kommen native Werbefomen in Form eines Awareness-Ansatzes bei sehr erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen in Frage. In einem Advertorial lässt sich zum Beispiel im redaktionellen Umfeld gut näher auf ein bestimmtes Thema eingehen. Dies ist umso erfolgsversprechender, je näher das Produkt am Inhalt ist und wenn die Inhalte des Advertorials idealerweise an die redaktionellen Inhalte anknüpfen oder darauf aufbauen.

Wie reagieren die Nutzer der Portale der Ströer Content Group auf Native Ads?

Das hängt natürlich in erster Linie von der Qualität der Native Ads und dem jeweiligen Umfeld ab, aber insgesamt eher positiv.

Welche Aspekte an Native Advertising findest du positiv und was muss sich in Zukunft noch ändern, damit das Format erfolgreich bleibt?

Ich finde es aus journalistischer Sicht interessant, da sich – bei sauberer Kennzeichnung – nur qualitativ hochwertige Ads durchsetzen. Oder anders herum gesprochen: Native Ads müssen so gut sein, dass sie in der Lage sind, sich im Umfeld des rein redaktionellen Contents durchzusetzen. Das ist eine enorme Herausforderung, gleichzeitig aber auch das Merkmal von Native Ads.

 

Auf dem Native Ads Camp wird Arne Henkes zusammen mit Matthias Wesselmann (Vorstand fischerAppelt), Peter Bilz-Wohlgemuth (Chief Technology Officer, The Digitale), Lukas Leister (Projektmanager FAZ Manufaktur) und Tim Rottländer (Director Brand Studio, iq digitale) zum Thema „Verlage oder Agenturen – Wer macht die besten Inhalte für Native Advertising?“ diskutieren.

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