Interview mit Tim Rottländer, Director Brand Studio bei iq digital

Tim Rottländer ist mit seinem kreativen Experten-Team bei iq digital für die Entwicklung und Umsetzung individueller und inhaltlich getriebener Kommunikationskonzepte für Werbekunden zuständig. In unserem kurzen Interview gibt er Content Marketing als „Elefanten im Raum“  ein Gesicht und erklärt, wie er bei der Konzeption von Content Marketing-Kampagnen vorgeht.

Wie gehst du bei der Konzeption von Content Marketing-Kampagnen für eure Werbekunden vor? Was ist immer dein erster Schritt?

 

Viele denken bei Content Marketing direkt an Kanäle oder Formate, die erste Frage muss aber immer sein: Welche Story möchte ich erzählen? In diesem Schritt entwickeln wir gemeinsam mit dem Kunden genau die Geschichte, über die sich die Marke positionieren möchte. Nach einer umfassenden Analyse der Zielgruppe wissen wir dann auch, auf welchem Kanal und in welchen Formaten die Geschichte erzählt werden muss, also eine gewisse Relevanz erzeugt. Data-Kooperationen, spezifisches Targeting und laufendes Monitoring tun dann ihr Übriges. Content Marketing ist als Marketing-Begriff häufig der Elefant im Raum, aber dieser hat bisweilen viele Gesichter. Es lohnt sich also, zuerst den Need und die Ziele des Kunden genau ins Auge zu nehmen.

 

Welchen Stellenwert nimmt Native Advertising in euren Content Marketing-Strategien ein?

 

Eine Content Marketing Strategie ist in den meisten Fällen ohne Native Advertising einfach keine vollständige Strategie! Natürlich bin ich in erster Linie Fan großer inhaltlicher Ideen, aber was nützen mir diese Content-Leuchttürme, wenn sie im Meer unendlicher Kommunikation keiner sieht? Native Advertising ist die harmonische Distribution meiner Story bzw. Content-Pieces, fein austariert zwischen Reichweiten-Funktionalität und inhaltlichem Teasering.

 

Was ist der Grund dafür, wenn Content Marketing-Kampagnen nicht gut bei der Zielgruppe ankommen?

 

Entweder die Story oder die Zielgruppe. Das bringt mich schnell auf meine erste Antwort zurück: Die Story muss in der jeweiligen Zielgruppe relevant sein. Die Erfolgsgeschichten berühmter Atheisten sollten vielleicht nicht in der Kirche erzählt werden. Und um bei dem Bild zu bleiben: Wenn ich dann doch noch eine zielgruppengerechte Predigt halte, sollten die Menschen wissen, dass eine Messe stattfindet. Damit wären wir wieder bei Native Advertising angekommen und der Kreis schließt sich.

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