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Native Advertising: Inspirieren statt terrorisieren

Native Advertising wird sich durchsetzen, davon ist Tobias Lobe, Gründer der Münchener Content Agentur Airmotion Media, überzeugt. Aber damit sich Native Advertising flächendeckend in Deutschland durchsetzen kann, braucht die Branche vor allem eines: Aufrichtigkeit.

Tobias Lobe, Gründer von Airmotion Media

Profis in Text und Vermarktung

Die Münchner Agentur Airmotion kann nicht nur auf über zehn Jahre Expertise in der zielgruppengenauen Contenterstellung im Web zurückblicken, sondern vermarktet diese Inhalte auch.
Neben Advertorials, Performance- und Affiliate Vermarktungsformen, bietet Airmotion seinen Kunden auch die Vermarktung mit Native Advertising an.
Tobias Lobe ist Gründer von Airmotion Media und der Entertainment Nachrichtenagentur spot on news. Er hat uns erzählt, was er an Native Advertising schätzt und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Seeding Alliance: Welche Anforderungen sollte Native Advertising erfüllen?
Tobias Lobe:
Die Inhalte sollten überzeugend, spannend, nützlich oder amüsant sein, sowie den User begeistern und interessieren. Native lebt von einer professionellen Redaktion und gutem Storytelling in Text, Bild und Video. Es darf keine plumpe PR in redaktioneller Verpackung sein. Last but not least: Native spielt zwar optisch und inhaltlich mit dem redaktionellen Look and Feel, es muss allerdings immer klar sein, dass es kein unabhängiger Journalismus ist.

 
 
 

Seeding Alliance: Native Advertising wird oftmals als Schleichwerbung abgetan. Was sagen Sie zu diesen ‚Vorwürfen‘?
Tobias Lobe: Den „Vorwürfen“ kann man durch klare Kennzeichnung begegnen. Ansonsten gibt es beim Aufkommen neuer Werbe- und Kommunikationsformen seit jeher Verunsicherung. Als in den 50er Jahren die PR nach US-Vorbild in Deutschland aufkam, galt diese Disziplin noch lange als eine Art schwarze Kunst. Heute ist sie salonfähig und hat ihren festen Stellenwert. So wird es mit nativen Werbeformaten auch sein.

Seeding Alliance: Was halten Sie von einheitlichen Standards innerhalb dieser Werbeform?
Tobias Lobe: Die sind zu begrüßen, denn sie können helfen, die großen Agenturen von dieser großartigen Werbeform zu überzeugen. Es wird aber immer verschiedene Spielarten von Native geben. Und das ist auch gut so.

Seeding Alliance: Können Sie sich vorstellen, dass Native Advertising das klassische Display Advertising verdrängen könnte? Und wenn ja, warum?
Tobias Lobe: Bestimmt nicht vollständig. Denn Native Ads machen nicht für jedes Produkt Sinn. Aber Native Advertising wird künftig die dominante Werbeform im Web sein, weil – und wenn – sie die User inspiriert, statt terrorisiert.

Seeding Alliance: Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung von Native Advertising ein? Auch im Hinblick auf die Akzeptanz bei den Lesern?
Tobias Lobe: Der Markt wird signifikant wachsen. Die Akzeptanz bei den Lesern auch. Aber nur, wenn die Werbetreibenden sich Mühe geben und diese Werbeform nicht für plumpe Text-Bild-Anzeigen missbrauchen oder versuchen, die User anderweitig auszutricksen.

Auf dem Native Ads Camp wird Tobias Lobe im Track 1 von 15.30 Uhr bis 16.00 Uhr seinen Vortrag Schluss mit dem Kampagnendenken! Warum Native Ads auch langfristig wirken halten.

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