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Feb

Native Ads Camp: zentrale Anlaufstelle für Native Advertising in Deutschland

Die Seeding Alliance GmbH ist Pionier in der Entwicklung und Vermarktung von Native Advertising in Deutschland und nicht nur das: die Seeding Alliance präsentiert auch das Native Ads Camp und schafft somit eine zentrale Anlaufstelle für das Thema in Deutschland. Geschäftsführer Coskun Tuna verrät im Interview wie er darauf kam, eine Native Ads-Technologie zu entwickeln und was der häufigste Fehler ist, der in Zusammenhang mit Native Advertising gemacht wird.

Was wurde im letzten Jahr auf dem Native Ads Camp erreicht und was können wir in diesem Jahr erwarten?

Coskun Tuna: Obwohl bereits im Vorfeld, auch im deutschsprachigen Raum viel über Native Advertising gesprochen und geschrieben wurde, gab es keine zentrale Anlaufstelle. Es fehlte eine Konferenz als Schnittstelle, auf der sich Marketer über echte Cases, KPIs, Strategien und Technologien austauschen konnten. Unser primäres Ziel mit dem ersten Native Ads Camp war demnach die Schaffung einer Konferenz, die sich ausschließlich mit Native Advertising beschäftigt und auf der Marktakteure aus Deutschland zusammenkommen und sich austauschen können. Da uns das erfolgreich gelungen ist, veranstalten wir in diesem Jahr das zweite Native Ads Camp. Da sich Native Advertising im vergangenen Jahr in Deutschland etabliert hat, werden wir in diesem Jahr weitaus mehr Details und Zahlen präsentieren können.

 

Dein Unternehmen, die Seeding Alliance, besteht seit 2011 und ist führender Vermarkter von Native Ads in Deutschland. Warum hast du schon so früh auf Native Advertising gesetzt?

Coskun Tuna: Ehrlich gesagt war das ein Zufall. Da wir bereits vorher Advertorials direkt zwischen Publishern und Advertisern vermarktet haben, kamen wir im Jahr 2013 auf die Idee, Content optisch und inhaltlich angepasst an unterschiedliche Medien zu distribuieren. Bei der Vermarktung zwischen Publishern und Advertisern hat uns nämlich immer geärgert, dass wir die Kampagnen bilateral und händisch abwickeln mussten. So stand schnell die Frage im Raum, ob es technisch nicht möglich wäre, Content in Form von Advertorials zentral über mehrere Medien hinweg auszuspielen.
Wir begannen einen eigenen Adserver zu entwickeln und starteten mit einer ersten Version im Frühjahr 2014. Erst dann hörten wir von Native Advertising und übernahmen diese Terminologie. Nach einem schweren ersten Jahr nach der Markteinführung gelang es zunehmend, uns als Vermarkter mit eigener Adserver-Technologie zu etablieren.

Welche Entwicklungen wird es deiner Meinung nach in den nächsten Jahren im Bereich Native Advertising geben und was sind deine weiteren Ziele mit Seeding Alliance?

Coskun Tuna: Native Advertising wird innerhalb der nächsten drei Jahre das Display Advertising auf den zweiten Rang verweisen. Ich glaube das gut abschätzen zu können, da sich die Budgets, die wir 2016 erhalten haben, im Vergleich zu 2015 verdreifacht haben. Wir sind davon überzeugt, dass Native Advertising einfach das beste Werbeformat in der reizüberfluteten Werbelandschaft ist. Deswegen wollen wir in Zukunft weiter unsere Umsätze steigern und besonders auf technologischer Ebene zahlreiche neue Funktionen und Möglichkeiten, im Sinne der Publisher, Advertiser und auch für den Konsumenten anbieten.

Was wird deiner Meinung nach beim Thema Native Advertising in Deutschland am häufigsten falsch gemacht?

Coskun Tuna: Der häufigste Fehler ist, dass Publisher und Advertiser die Qualität des Contents unterschätzen. Native Advertising selbst hat im Content Marketing lediglich eine logistische Funktion. Der Content muss von den werbenden Unternehmen hochwertig produziert und auf die Bedürfnisse der Konsumenten ausgerichtet werden. Platte Verkaufsartikel, selbstlobende Botschaften, Listicles und reine Clickbait-Inhalte haben keine Chance mehr. Es ist zwar immer wieder witzig niedliche Tierbilder oder Skurriles anzuklicken und zu konsumieren, aber sie bleiben beim Konsumenten nicht langfristig im Gedächtnis. Sie sind wie ein Snack, der nach wenigen Minuten verdaut ist. Gutes Content-Marketing will aber nahrhafte und reich gedeckte Menüs liefern, die der Konsument so schnell nicht vergisst. Wer inhaltlich eine dauerhafte und wechselseitige Beziehung zum Konsumenten aufbauen will, kommt nicht daran vorbei Qualität zu liefern. Native Advertising bietet den Raum, um Nutzer unterhaltsam und interessant über ein Produkt zu informieren. Kein Werbender ist heute mehr dazu verdammt, seine Botschaft auf wenige Pixel zu komprimieren.

 

 

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