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Native Advertising wird zu einer tragenden Säule für die Publisher

Daniel Horzetzky, Director Content Marketing Newcast GmbH, im Interview über Native Advertising

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  1. Welche Ziele muss ich als Publisher/Vermarkter/Agentur setzen, um mit Native Advertising langfristig erfolgreich zu sein?

    Maßgebend für eine erfolgreiche Native Advertising Strategie ist zum einen die klare Ziel-Setzung und KPI Definition was ich mit dem Media Kanal erreichen möchte. Außerdem ist essenziell eine Content bzw. die Content-Marketing Strategie als Marke zu haben, auf der jegliche Native Advertising Aktivitäten Fußen sollten. Hier ist die Herausforderung, den relevanten Content bei der passenden Person, im passenden Moment zu platzieren.Produkteigenschaften und Preisvorteile rücken in den Hintergrund, während Sympathie, ideelle Werte und die individuellen Bedürfnisse der User in den Vordergrund gestellt werden. Somit entsteht nicht nur mehr Interesse am Produkt, sondern auch die Bereitschaft, des aktiven Mitwirkens an der Verbreitung der Marken Botschaft. Um diesem Branded Content eine entsprechende Reichweite und somit eine Skalierbarkeit zu geben, ist Native Advertising das optimale Vehikel.

  1. Was braucht es, damit Ihr Unternehmen vollständig auf Native Advertising umsattelt und sich von klassischen Online-Werbemaßnahmen verabschiedet?

    Es ist sicher ein Prozess, der noch ein paar Jahre braucht. Durch die immer weiter anwachsende aktive Nutzung der mobilen Endgeräte ist das Mobile Display bereits jetzt schon in einigen Zielgruppen zum 1st Screen avanciert, worauf wir im Online-Marketing reagieren müssen.Das bedeutet, auf mobile Devices werden klassische Banner noch weniger die Akzeptanz finden, als auf Desktop Geräten, sodass es zwangsläufig um native Formate gehen wird.

    Grundlegend für eine erfolgreiche Mediastrategie ist der Nachweis des Return on Investment (RoI).  Das heißt, sobald der Nachweis erbracht ist, dass Native Advertising einen höheren RoI erzielt, als die klassischen Kanäle und Formate, wird Marketing-Budget geshiftet.

  1. Für welche Marken eignet sich Native Advertising – und für welche nicht?

    Native Advertising eignet sich grundsätzlich für alle Marken – hier sind keine Grenzen gesetzt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Native Advertising Kommunikation ist vielmehr der relevante, informative sowie Engaging Content. Kurzum eine gute Geschichte hinter der Marke, die nachhaltige Effekte auslöst. Auf Basis unseres Tools Story Puls können wir datenbasiert und kanalübergreifend für jedes Produkt, Dienstleistung oder Marke relevante Themen pro Zielgruppe analysieren und kombinieren diese mit kreativen Ansätzen. Für alle Schritte der Costumer Journey – Awareness, Consideration, Conversion oder Loyality – lässt sich somit der relevante Content entwickeln. Native Advertising Formate sind prädestiniert, um beliebig Reichweite für den erstellten Content zu generieren.

  1. Welche Do’s and Don’ts gilt es bei Native Advertising zu beachten?

    Achten Sie darauf Ihre Native Ads in jedem Fall deutlich für den User mit „Anzeige“ oder „Sponsored Post“ zu kennzeichnen.Die User müssen genau erkennen können, was redaktionelle Beiträge sind und was Werbung ist.

    Zu empfehlen ist immer, probieren Sie neue Formate aus, testen Sie und behalten Sie dabei kontinuierlich Ihre Content Marketing Strategie im Blick.

  1. Welche Hürden muss Native Advertising in Deutschland überwinden?

    Native Advertising muss zukünftig den Nachweis antreten, welchen Beitrag die Formate zur Kommunikation eines Unternehmens beitragen. Das bedeutet, welche konkreten Effekte entstehen durch Native Advertising und wie zahlen diese auf die Branding und Performance Marketing relevanten KPI’s ein. Kurzum es geht nun darum den RoI nachzuweisen und somit eine Vergleichbarkeit zu anderen Kanälen möglich zu machen.

  1. Wenn Sie die Medienwelt im Jahr 2020 beschreiben würden, welche Rolle wird Native Advertising für die Erlöse/Umsätze der Publisher/Verlage/Medienunternehmen/Websitebetreiber einnehmen?

    Native Advertising wird zu einer tragenden Säule für die Publisher, diese Entwicklung vollzieht sich bereits in den USA bei Publishern wie beispielsweise dem Forbas Magazin. Das auch in Deutschland diese Entwicklung sich bereits am voranschreiten ist, wird einem klar beim betrachten der Entwicklung von Verlagshäusern. Bereits jetzt schon gibt es spezielle Units, welche Native Advertising Lösung anbieten oder gar separate Content Marketing Agenturen gegründet haben.

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